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Warum Durchschnittsrenditen bei ETFs täuschen

Der MSCI World wird oft mit langfristigen Durchschnittsrenditen beworben. Für die Finanzplanung reicht diese Zahl aber nicht. Warum Volatilität, Reihenfolge und Inflation wichtiger sind als ein glatter Durchschnitt.

RJ
von Redaktion JK/DT

Der MSCI World hat langfristig hohe Renditen erzielt. Je nach Zeitraum, Währung, Indexvariante und Kostenannahme liest man oft Werte um 7 Prozent pro Jahr. Diese Zahl ist nicht frei erfunden. Sie kann für historische Betrachtungen sogar sinnvoll sein.

Für die persönliche Finanzplanung ist sie trotzdem gefährlich, wenn man sie falsch verwendet.

Der Grund ist einfach: Ein Durchschnitt ist keine Zukunft. Und schon gar kein Plan.

Wer in einem ETF-Rechner 7 Prozent Rendite pro Jahr einträgt, bekommt meist eine einzige schöne Zahl. Zum Beispiel: 500 Euro monatlich über 20 Jahre, 7 Prozent Rendite, am Ende rund 255.000 Euro. Das wirkt präzise. Tatsächlich beschreibt es aber nur ein glattes Rechenmodell, nicht die Bandbreite möglicher Ergebnisse.

Dieser Artikel erklärt, warum Durchschnittsrenditen bei ETFs oft in die Irre führen, welche Rolle Volatilität spielt und warum eine realistische Planung mehr braucht als eine einzige Renditeannahme.

Was eine Durchschnittsrendite überhaupt ist

Wenn jemand sagt: „Der MSCI World hat im Durchschnitt 7 Prozent pro Jahr gebracht“, kann damit Unterschiedliches gemeint sein.

Wichtig sind vor allem zwei Begriffe:

Die arithmetische Durchschnittsrendite Hier werden alle Jahresrenditen addiert und durch die Anzahl der Jahre geteilt. Wenn ein Index in einem Jahr 20 Prozent steigt und im nächsten Jahr 10 Prozent fällt, liegt die arithmetische Durchschnittsrendite bei 5 Prozent.

Die geometrische Durchschnittsrendite Sie zeigt, welche konstante Jahresrendite nötig gewesen wäre, um vom Startwert zum Endwert zu kommen. Diese Zahl wird häufig als CAGR bezeichnet, also als durchschnittliche jährliche Wachstumsrate.

Beide Werte sind mathematisch korrekt. Sie beantworten aber unterschiedliche Fragen.

Die arithmetische Rendite sagt: Wie hoch war die Rendite im durchschnittlichen Einzeljahr?

Die geometrische Rendite sagt: Mit welcher konstanten Jahresrate wäre ich vom Anfangs- zum Endwert gekommen?

Für die Vermögensplanung reicht beides nicht aus. Denn die entscheidende Frage lautet anders: Welche Ergebnisse sind künftig unter realistischen Schwankungen möglich, und wie groß ist das Risiko, mein Ziel zu verfehlen?

Warum echte Börsenjahre selten Durchschnittsjahre sind

Das Problem beginnt, wenn Anleger aus einem historischen Durchschnitt eine lineare Zukunft machen.

Aus „Der Markt erzielte langfristig 7 Prozent pro Jahr“ wird dann: „Ich rechne jedes Jahr mit 7 Prozent.“

Genau das ist die stille Annahme vieler ETF-Rechner.

In der Realität verlaufen Aktienmärkte anders. Es gibt starke Gewinnjahre, tiefe Verlustjahre und viele Jahre dazwischen. Ein Weltaktienindex kann in einem Jahr deutlich zweistellig steigen und in einem anderen Jahr kräftig fallen. Der langfristige Durchschnitt entsteht erst im Rückblick.

Für die Planung bedeutet das: Ein glatter Zinseszinsverlauf ist ein theoretischer Sonderfall. Er kann als Orientierung dienen, aber nicht als realistisches Szenario.

Das gilt besonders für ETF-Sparpläne. Wer regelmäßig einzahlt, erlebt die Renditen nicht nur als Durchschnitt, sondern als konkrete Reihenfolge. Und diese Reihenfolge verändert das Ergebnis.

Arithmetisch ist nicht geometrisch

Ein einfaches Beispiel zeigt, warum Schwankungen so wichtig sind.

Angenommen, ein Portfolio entwickelt sich über zwei Jahre so:

Die arithmetische Durchschnittsrendite beträgt:

(50 Prozent minus 33 Prozent) geteilt durch 2 = plus 8,5 Prozent pro Jahr.

Das klingt ordentlich.

Tatsächlich sieht die Vermögensentwicklung anders aus. Aus 100 Euro werden nach plus 50 Prozent zunächst 150 Euro. Danach fallen diese 150 Euro um 33 Prozent auf rund 100,50 Euro.

Das Portfolio liegt nach zwei Jahren also praktisch wieder beim Ausgangswert. Die arithmetische Durchschnittsrendite klingt positiv, die tatsächlich erzielte Wachstumsrate ist fast null.

Der Effekt dahinter heißt Volatility Drag. Schwankungen drücken die geometrische Rendite unter die arithmetische Rendite. Je stärker die Schwankungen, desto größer wird diese Lücke.

Das ist keine Börsenmeinung, sondern Mathematik.

Was Volatilität mit deinem ETF-Sparplan macht

Nehmen wir eine einfache Beispielrechnung.

Annahmen:

Ein klassischer ETF-Rechner mit konstant 7 Prozent Rendite pro Jahr kommt auf ein Endvermögen von rund 255.000 Euro.

Das ist aber nur das Ergebnis einer glatten Modellwelt. In dieser Modellwelt gibt es keine Crashs, keine starken Erholungen und keine Seitwärtsphasen. Jedes Jahr läuft gleich.

Eine Simulation mit derselben Renditeannahme, aber mit Schwankungen, zeigt ein anderes Bild. Der Median liegt typischerweise niedriger, in diesem Beispiel grob um 225.000 bis 235.000 Euro. Manche Verläufe enden deutlich darunter, andere deutlich darüber.

Der wichtigste Punkt ist nicht die exakte Zahl. Sie hängt von Modellannahmen ab. Wichtig ist: Sobald Schwankungen berücksichtigt werden, entsteht keine einzelne Zukunft, sondern eine Verteilung möglicher Ergebnisse.

Genau diese Verteilung ist für Finanzplanung entscheidend.

Das Sequence-of-Returns-Risiko

Neben der Volatilität spielt die Reihenfolge der Renditen eine große Rolle. Dieses Risiko wird Sequence-of-Returns-Risiko genannt.

Es betrifft alle, die regelmäßig Geld einzahlen oder entnehmen.

Bei einem Sparplan ist ein schwacher Markt am Anfang oft weniger schlimm, als es sich anfühlt. Das vorhandene Vermögen ist noch klein. Neue Sparraten kaufen Anteile zu niedrigeren Kursen. Wenn die Märkte später steigen, profitiert ein inzwischen größeres Depot.

Umgekehrt können starke Anfangsjahre und schwache Schlussjahre problematisch sein. Das Depot wächst früh, aber kurz vor dem Ziel trifft ein Rückgang auf ein bereits großes Vermögen. Dann kann das Endergebnis deutlich niedriger ausfallen, obwohl die durchschnittliche Rendite über den gesamten Zeitraum gleich ist.

Noch wichtiger wird dieser Effekt im Ruhestand.

Wer regelmäßig Geld aus dem Depot entnimmt, ist besonders verwundbar, wenn schlechte Börsenjahre direkt zu Beginn der Entnahmephase auftreten. Dann müssen Anteile in fallenden Märkten verkauft werden. Das Depot hat weniger Substanz, um sich später zu erholen.

Darum ist eine Durchschnittsrendite gerade beim Entsparen besonders trügerisch.

Für Einmalanlagen ist die Reihenfolge weniger wichtig

Bei einer reinen Einmalanlage ohne weitere Einzahlungen oder Entnahmen ist die Reihenfolge der Renditen für den Endwert mathematisch egal. Plus 20 Prozent und minus 10 Prozent führen in anderer Reihenfolge zum selben Endwert.

Das gilt aber nur vor Steuern, Kosten, Rebalancing-Effekten und ohne zwischenzeitliche Zahlungsströme.

Sobald Sparraten, Entnahmen oder Umschichtungen ins Spiel kommen, wird die Reihenfolge wichtig. Und genau das ist bei den meisten echten Finanzplänen der Fall.

Kaum jemand investiert einmalig und fasst das Depot jahrzehntelang nicht an. Die meisten Menschen sparen monatlich, erhöhen oder senken ihre Sparrate, kaufen Immobilien, gehen in Teilzeit, entnehmen Geld oder planen den Ruhestand.

Deshalb ist der Durchschnitt allein zu grob.

Nominal ist nicht real

Ein weiterer häufiger Fehler: Renditen und Zielvermögen werden nominal betrachtet.

Nominal bedeutet: Der Geldbetrag steht so auf dem Konto oder im Depot.

Real bedeutet: Der Betrag wird um Inflation bereinigt und zeigt die Kaufkraft in heutigen Euro.

Ein Beispiel:

200.000 Euro in 20 Jahren klingen nach viel Geld. Bei 2 Prozent Inflation pro Jahr entsprechen sie aber nur etwa 135.000 Euro heutiger Kaufkraft.

Das ist kein Detail. Für Ziele wie finanzielle Freiheit, Ruhestand oder Ausbildung der Kinder zählt nicht die nominale Zahl, sondern was man sich davon leisten kann.

Wer mit 7 Prozent nominaler Rendite rechnet und Inflation ignoriert, plant zu optimistisch. Real bleiben bei 7 Prozent nominaler Rendite und 2 Prozent Inflation grob 5 Prozent Rendite vor Kosten und Steuern. Nach Produktkosten und Steuern kann es weniger sein.

Darum sollte jede seriöse Planung klar sagen, ob sie nominal oder real rechnet.

Was klassische ETF-Rechner oft verschweigen

Viele ETF-Rechner sind nicht falsch. Sie sind nur zu glatt.

Sie rechnen eine Sparrate, eine Laufzeit und eine Renditeannahme durch. Das Ergebnis ist eine einzelne Zahl. Für eine erste Orientierung ist das nützlich.

Für echte Planung fehlen aber drei Dinge.

1. Die Bandbreite

Ein einzelner Endwert sagt wenig darüber aus, wie groß die Unsicherheit ist.

Bei einem ETF-Sparplan über 20 Jahre kann der Unterschied zwischen einem schlechten, mittleren und sehr guten Verlauf enorm sein. Zwei Anleger können dieselbe Sparrate, denselben ETF und dieselbe Laufzeit haben und trotzdem deutlich unterschiedliche Ergebnisse erzielen, weil ihre Anlagezeiträume unterschiedlich verlaufen.

Eine gute Planung zeigt deshalb nicht nur einen Zielwert, sondern eine Bandbreite.

Zum Beispiel:

Diese Fragen beantwortet kein klassischer Durchschnittsrechner.

2. Die Wahrscheinlichkeit

Ein Rechner mit 7 Prozent Rendite sagt: Am Ende stehen 255.000 Euro.

Er sagt aber nicht, wie wahrscheinlich dieses Ergebnis ist.

Das ist ein Problem. Denn für viele Ziele ist die Wahrscheinlichkeit wichtiger als der theoretische Mittelwert. Wer in 20 Jahren eine bestimmte Summe für den Ruhestand braucht, möchte nicht nur wissen, was bei glattem Verlauf herauskommt. Er möchte wissen, wie robust der Plan ist.

Eine Monte-Carlo-Simulation kann hier helfen. Sie berechnet viele mögliche Kapitalmarktverläufe und zeigt, in wie vielen Fällen ein Ziel erreicht wird. Das ist keine Prognose. Es ist eine strukturierte Unsicherheitsanalyse.

3. Die Inflation

Viele Rechner zeigen nominale Endwerte. Das lässt Vermögen größer wirken, als es sich später anfühlt.

Wer heute 250.000 Euro als Ziel vor Augen hat, braucht in 20 Jahren bei 2 Prozent Inflation rund 371.000 Euro, um ungefähr dieselbe Kaufkraft zu erreichen.

Das verändert die Planung erheblich.

Ein Zielbetrag ohne Inflationsannahme ist deshalb unvollständig.

Warum Durchschnittsrenditen trotzdem nützlich sind

Durchschnittsrenditen sind nicht wertlos. Sie werden nur oft falsch eingesetzt.

Als grober historischer Anker können sie helfen. Wer wissen möchte, wie sich globale Aktienmärkte langfristig entwickelt haben, braucht Durchschnittswerte. Auch in Simulationen sind Renditeannahmen notwendig.

Das Problem entsteht, wenn aus einem Durchschnitt eine Gewissheit gemacht wird.

Sinnvoll ist:

„Ich rechne mit einer erwarteten langfristigen Rendite von x Prozent und einer Volatilität von y Prozent. Daraus ergibt sich eine Bandbreite möglicher Ergebnisse.“

Irreführend ist:

„Ich rechne mit 7 Prozent pro Jahr. Also werde ich in 20 Jahren 255.000 Euro haben.“

Der erste Satz beschreibt Annahmen. Der zweite Satz klingt wie ein Versprechen.

Finanzplanung sollte mit Annahmen arbeiten, nicht mit Versprechen.

Was Perzentile besser zeigen als ein Durchschnitt

Monte-Carlo-Simulationen arbeiten häufig mit Perzentilen. Sie helfen, die Verteilung der möglichen Ergebnisse greifbar zu machen.

Wichtig sind vor allem P10, P50 und P90.

P10 bedeutet: 10 Prozent der Simulationen liegen darunter, 90 Prozent darüber. Das ist ein eher schlechtes, aber nicht extremes Szenario.

P50 ist der Median. 50 Prozent der Simulationen liegen darunter, 50 Prozent darüber. Der Median ist nicht dasselbe wie der Durchschnitt.

P90 bedeutet: 90 Prozent der Simulationen liegen darunter, 10 Prozent darüber. Das ist ein sehr gutes Szenario, aber nicht der Regelfall.

Für Anleger ist diese Sicht oft hilfreicher als ein einzelner Mittelwert.

Denn sie zeigt nicht nur, was möglich ist, sondern auch, wie breit die Unsicherheit ist.

Beispiel: Warum eine Zielwahrscheinlichkeit wichtiger ist als ein Zielwert

Angenommen, du möchtest in 20 Jahren 250.000 Euro Vermögen erreichen.

Ein klassischer Rechner sagt vielleicht: Mit 500 Euro monatlich und 7 Prozent Rendite klappt das.

Eine Monte-Carlo-Simulation würde anders fragen:

Das führt zu besseren Entscheidungen.

Vielleicht zeigt sich, dass 500 Euro monatlich nur eine mäßige Zielwahrscheinlichkeit ergeben. Dann kannst du früher reagieren: Sparrate erhöhen, Laufzeit verlängern, Ziel anpassen oder später mit Teilentnahmen planen.

Das ist der praktische Nutzen von Simulationen. Sie machen Unsicherheit nicht weg. Sie machen sie sichtbar.

Was du für deine eigene Planung tun kannst

Für eine realistischere ETF-Planung helfen fünf Regeln.

1. Nutze Durchschnittsrenditen nur als Annahme

Eine historische Durchschnittsrendite ist kein realistischer Jahresverlauf. Verwende sie als Eingabe, nicht als Ergebnis.

2. Plane mit Schwankungen

Ein breit gestreuter Aktien-ETF schwankt erheblich. Wer mit einer glatten Rendite rechnet, unterschätzt das Risiko.

Eine Volatilitätsannahme von etwa 15 Prozent pro Jahr ist für globale Aktien historisch nicht ungewöhnlich. Je nach Zeitraum, Währung und Index kann der Wert höher oder niedriger liegen.

3. Denke real statt nominal

Frage nicht nur: Wie viele Euro stehen später im Depot?

Frage auch: Was ist dieser Betrag in heutiger Kaufkraft wert?

Gerade bei langen Zeiträumen ist Inflation einer der wichtigsten Faktoren.

4. Prüfe schlechte Szenarien

Ein Plan ist nicht gut, weil er im Durchschnitt funktioniert. Er ist gut, wenn er auch bei schwächeren Verläufen tragfähig bleibt.

Darum sollte dich besonders interessieren, was im P10- oder P25-Szenario passiert.

5. Passe deinen Plan regelmäßig an

Keine Simulation ersetzt die laufende Überprüfung. Einkommen, Ausgaben, Steuern, Märkte und Lebensziele ändern sich.

Eine Finanzplanung ist kein einmaliger Ausdruck, sondern ein Prozess.

Wie FONDR hier hilft

FONDR setzt genau an dieser Stelle an.

Statt nur eine lineare Hochrechnung mit einer festen Durchschnittsrendite zu zeigen, berechnet FONDR für dein Ziel 10.000 mögliche Verläufe. Du siehst nicht nur einen Endwert, sondern Bandbreiten, Perzentile und Zielwahrscheinlichkeiten.

Das hilft besonders bei Fragen wie:

FONDR ist damit kein Orakel. Es sagt nicht, welche Rendite die Börse künftig liefern wird. Es zeigt, welche Ergebnisse unter bestimmten Annahmen möglich sind und wie groß die Unsicherheit ist.

Genau das ist ehrlicher als eine einzelne Durchschnittszahl.

FAQ

Ist eine Durchschnittsrendite bei ETFs falsch?

Nein. Eine Durchschnittsrendite kann mathematisch korrekt sein. Sie ist aber keine verlässliche Aussage darüber, welches Vermögen du künftig erreichen wirst. Für die Planung brauchst du zusätzlich Schwankungen, Inflation, Kosten, Steuern und die Reihenfolge der Renditen.

Warum ist die geometrische Rendite wichtiger als die arithmetische?

Die geometrische Rendite beschreibt, wie stark dein Vermögen tatsächlich gewachsen ist. Die arithmetische Rendite betrachtet dagegen nur das durchschnittliche Einzeljahr. Bei schwankenden Renditen liegt die geometrische Rendite niedriger als die arithmetische.

Was bedeutet Volatility Drag?

Volatility Drag beschreibt den Effekt, dass Schwankungen die langfristige Wachstumsrate senken. Ein Verlust von 50 Prozent braucht anschließend einen Gewinn von 100 Prozent, um wieder ausgeglichen zu werden. Darum können stark schwankende Anlagen trotz hoher Durchschnittsrendite enttäuschende Endwerte liefern.

Was ist das Sequence-of-Returns-Risiko?

Das Sequence-of-Returns-Risiko beschreibt den Einfluss der Renditereihenfolge. Bei Sparplänen und Entnahmeplänen ist es entscheidend, ob schlechte Jahre früh oder spät auftreten. Besonders in der Entnahmephase kann ein früher Börsenrückgang den Ruhestandsplan stark belasten.

Sollte ich überhaupt noch mit 7 Prozent Rendite rechnen?

Du kannst eine Renditeannahme verwenden, solltest sie aber nicht als sichere Erwartung behandeln. Sinnvoller ist es, mehrere Szenarien zu betrachten: konservativ, mittel und optimistisch. Noch besser ist eine Simulation mit Bandbreiten und Zielwahrscheinlichkeiten.

Was ist besser: ETF-Rechner oder Monte-Carlo-Simulation?

Ein einfacher ETF-Rechner ist gut für eine erste Orientierung. Eine Monte-Carlo-Simulation ist besser, wenn du ein konkretes Ziel planst. Sie zeigt nicht nur einen möglichen Endwert, sondern viele mögliche Verläufe und die Wahrscheinlichkeit, dein Ziel zu erreichen.

Zusammenfassung

Durchschnittsrenditen sind nicht falsch. Aber sie sind oft zu bequem.

Sie glätten eine Wirklichkeit, die nicht glatt ist. Aktienmärkte schwanken, Renditen kommen in ungünstiger Reihenfolge, Inflation senkt die Kaufkraft und Steuern sowie Kosten reduzieren das Ergebnis.

Wer nur mit einer konstanten Rendite rechnet, bekommt eine schöne Zahl. Wer mit Bandbreiten plant, bekommt ein realistischeres Bild.

Für ETF-Sparer bedeutet das: Nutze Durchschnittsrenditen als groben Startpunkt, aber triff Entscheidungen nicht auf Basis einer einzigen Hochrechnung. Entscheidend ist nicht, was im Idealfall herauskommt. Entscheidend ist, wie robust dein Plan bei unterschiedlichen Marktverläufen bleibt.

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